Facebook kauft Whatsapp, Alternativen und warum ein Wechsel nur bedingt sinnvoll ist


Diese Woche kam überraschend der Knall: Facebook hat Whatsapp für insgesamt 19 Milliarden US-Dollar gekauft. Das kam überraschend, denn noch Ende Januar erklärten die Whatsapp-Gründer ihr Produkt für unverkäuflich und präsentierten ihr Unternehmen sowie Whatsapp als kundenfreundliches Angebot, untermauerten ihre Werbefreiheitsstrategie und die Kostenfreiheit im ersten Nutzungsjahr.

Durch die Übernahmen durch Facebook werden jetzt in einigen Medien aber vor allem in einigen Kreisen Ängste geschürt. Das ohnehin unverschlüsselt arbeitende Whatsapp falle in die Hände des größten sozialen Netzwerks und es sei dem neuen Inhaber äußerst leicht, Bezüge zwischen den beiden Nutzergruppen herzustellen, an denen es sehr viele Deckungspunkte gibt.

Die Ankündigungen, nun infolge der Übernahme durch Facebook Whatsapp den Rücken zu kehren fußen mit Sicherheit auf dem ohnehin länger bekannten Dilemma mit dem unverschlüsselten Datentransfer. Das war bekannt und es wurde stets davon abgeraten, Whatsapp zur Übertragung vertraulicher Daten zu nutzen. Der Groll gegen Facebook und Whatsapp hat aber auch einen ganz anderen Grund: bei Facebook pflegen die Nutzer Profile und reagieren spontan auf Posts mit Kommentaren oder teilen Meldungen oder Bildern. In der Regel macht man Inhalte allen Facebook-Kontakten zugänglich.

Wer Whatsapp nutzt, entscheidet sich sich bewusst, mit nur einer bestimmten Person oder einer Gruppe in Kontakt zu treten. Die Paradigmen in der Nutzung beider Dienste sind also völlig unterschiedliche.

Whatsapp kommt unter anderem zugute, dass es als Ersatz für den Kurznachrichtendienst SMS sehr schnell etabliert und einen verbreiteten Nutzerkreis erreichen konnte. Teile eben dieses Kreises nutzen untereinander ebenfalls vorrangig Whatsapp. Und so kommen wir auch schon zum wichtigsten Grund, weshalb der Weggang von Whatsapp in vielen Fällen keine Lösung ist: die Menge an Teilnehmern in anderen Diensten ist schlichtweg zu klein. Weiterlesen

Samsung stellt Galaxy Note II vor

Im September letzten Jahres stellte Samsung auf der IFA in Berlin das erste Note vor. Es handelte sich um ein Riesensmartphone oder ein Mini-Tablet. Zeitweise tauchte der Begriff “Smartlet” für den Hybriden auf. Im März gab Samsung bekannt, 5 Millionen Geräte verkauft zu haben.

Am 29. August 2012 dann stellte Samsung den Nachfolger vor. Das Galaxy Note II knüpft an den Erfolg des ersten großen Smartphones an und will es natürlich in einigen Punkten übertreffen.

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Bild: Pressematerial von Samsung. © Samsung.

Das neue Note wird mit Android 4.1 Jelly Bean ausgeliefert, hat einen schnelleren Prozessor, mehr Arbeitsspeicher und einen deutliche größeren Akku, was die Kapazität angeht. Und hier die Neuerungen im Detail:

Display

Das Display wächst im Vergleich zum Vorgänger um 0,2 Zoll. Das jetzt 5,5 Zoll große Display mit Super-AMOLED-Technologie soll Filme lebhafter erscheinen lassen. Außerdem wurde an der Kantenglättung gearbeitet, damit Schriften und Vektorgrafiken deutlich weniger ausfransen.

Auflösung: 1280*720 Bildpunkte.

Prozessor, Arbeitsspeicher und Ausdauer

Mit einem 1,6 GHz schnellen Vierkernprozessor und 2 Gigabyte RAM läuft das Note II spürbar schneller als sein Vorgänger. Der arbeitete noch mit zwei Kernen zu jeweils 1,4 GHz.

Wer schneller rechnet braucht mehr Energie. Der neue Standard-Akku fasst 3100 mAh. Zum Vergleich: im ersten Note gab es einen Akku mit “nur” 2500 mAh, der im reinen Telefon- und SMS-Betrieb drei Tage hielt – für ein aktuelles Smartphone keine schlechten Werte.

Gehäuse

Optisch wurde das Note an das erneuerte Samsung-Design angelehnt, mit dem bereits das Galaxy S III aufgetreten ist. Statt einer planen Vorderseite hat das Gerät jetzt spitz zulaufende Kanten. Auch die Rückseite ist gewölbt.

Kamera

Im Vergleich zum Vorgänger hat sich an den technischen Daten der Kamera nichts geändert. Die Kamera auf der Geräterückseite nimmt weiterhin Bilder mit 8 Megapixel auf.

Ganz neu

Neben einem schnelleren Prozessor und einem größeren Akku glänzt das Note II mit neuen Funktionen wie LTE und dem Betriebssystem Android 4.1. Samsung hat übrigens angekündigt, diese Android-Version auch für das noch aktuelle Note bereitzustellen.

Außerdem gibt esab jetzt NFC (Near Field Communinaction). Die Funktion ermöglicht das berührungslose Nutzen von anderen NFC-Geräten wie Smartphones und Transpondern. Ginge es nach den Geräteherstellern, wird NFC bald vor allem fürs Berührungslose Bezahlen genutzt werden.

Kapazitäten

Das Note II wird es in drei Ausführungen mit unterschiedlich großem Speicher geben. Zur Auswahl sollen 12, 32 und 64 Gigabytes stehen. Dieser Speicher ist wie bisher per Micro-SD-Karte erweiterbar.